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    Wo die Grüne Fee blau macht

    Wanderung T1 |  ⏱️ 6 Std.  | ↔ 19 km | ↑ 948 m | ↓ 1123 m  | ☆ 28

    Môtiers NE - Chasseron - Vuiteboeuf

    Schluchtenwege rund um den Chasseron

    Von Neuchâtel fahren wir durchs stille Val de Travers am Creux du Van vorbei und steigen in Môtiers aus. Welscher Charme, aus der Boulangerie am Dorfplatz duftet es nach warmen Brioches. Eine dunkle romanische Kirche. Wir wandern dem Wald zu und erreichen den Schluchteneingang mit dem sehr altertümlichen Namen Poëta Raisse (aus den zwei Dialektwörtern „pouetta“ – Vogelbeerbaum und „raisse“ - von Wasser durchlaufener Engpass). Durch den Wald am Bächlein mit den bemoosten Steinen steigen wir hoch, immer steiler und enger wird die Schlucht, zeitweise rudimentär befestigt durch Holzsteige und Geländer. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir eine Lichtung, mit einem Bänkli und dieser etwas mystischen Stimmung, die den einsamen Jurahöhen eigen ist: niedere Tännchen und Gesträuch mit verzwurgelten Wurzeln und dann die Blumen: jetzt Abertausende von Krokussen, etwas später wilde Narzissen und noch später purpurnes Knabenkraut. Magnifique! In der stillen Senke wandern wir weiter, an Alphütten (“Metairies“) vorbei, bis wir nach weitern zwei Stunden den Chasseron erreichen. Eine Aussicht vom Zentralschweizer Alpenbogen bis zum Mont Blanc eröffnet sich uns; oben auf den Krete mit spitzem Jurakalkstein sieht man hinüber nach Frankreich, Pontarlier, Doubs. Das Gasthaus oben ist sehr liebevoll, man sitzt im Glashaus, quasi im Wintergarten und wird verwöhnt erstens durch die überaus nette Bedienung durch charmante welsche Kellner und zweitens durch hervorragende regionale Spezialitäten, innovativ zubereitet: ein jurassisches Fondue etwa, nach Belieben verfeinert mit Mauler Sekt, der in Môtiers hergestellt wird; gebratene Tommes oder Croute au fromage, zum Dessert schliesslich Greyerzer Meringues mit Doppelrahm, Tarte au vin cuit oder – besonders raffiniert – das herrliche Parfait à l’absinth. Nach dieser wahrhaft paradiesischen Rast lockt uns eine andere Schlucht: die Gorges de Covatane, zwischen Ste Croix und Vuiteboeuf. Wir schlagen die Richtung nach Les Rasses ein, gelangen nach etwa einer Stunde vorbei an einem längst überwachsenen Friedhof in die Talsenke und staunen auch hier über die Abgeschiedenheit dieser Schlucht, von der aus sich mächtige Steinplatten schroff erheben. Märchenhaft muten der frühlingslichte Wald und die bemoosten Steine am Bach an. Ganz unvermittelt erreichen wir Vuiteboeuf, ein sehenswerter Ort mit alten Jurahäusern. Am Dorfrand liegt der Bahnhof, das Bähnchen zuckelt gemächlich Richtung Yverdon und lässt die Grünkraft der Jurawälder ein letztes Mal durch die Fenster scheinen.

    Publiziert am 25.07.2015 von marilene68 | Tour-Datum: 02.05.2014 

     

     


    Detaillierte Routeninfos

     

    Routenbeschreibung 

    Infos
    An/Abreise öV: via Neuchâtel nach Môtiers und zurück von Vuiteboeuf via Yverdon-Neuchâtel (jeweils stündliche...

     

     

     

     

    Highlights und besondere Extras

    Schluchten Pouettta Raisse und Gorges de Covatannes

    Schwierigkeitsgrad
    Panorama
    Gesamterlebnis
    Reine Wanderzeit
    6 Std.
    Distanz
    19 km
    Höhenmeter Aufstieg
    948 m
    Höhenmeter Abstieg
    1123 m
    Höchster Punkt
    1605 m
    Tiefster Punkt
    590 m
    Empfohlene Saison
    Mai - Oktober
    Startort
    Bahnhof Môtiers
    Anreise ÖV
    Zielort
    Station Vuiteboeuf
    Rückreise ÖV
    Verpflegung
    Môtiers, Chasseron, Les Rasses, Vuiteboeuf

     

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    Bewertung von roke70 vom 05.06.2019 (♥♥♥♥♥)

    Ihr/sein Kommentar
    Coole Tour in Moitiers noch kurz den Absinth probiert und es wandert sich fast von allein

    Gewandert am 01.06.2019

     

    Bewertung von samael74 vom 12.06.2017 (♥♥♥♥♥)

    Ihr/sein Kommentar
    Sehr schöne Wanderung.

    Gewandert am 10.06.2017

     

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