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Schweiz: Mountainbiker vs. Wanderer

Die Schweiz ist ein Eldorado für Mountainbiker und für Wanderer. Ambitionierte Mountainbiker finden in den Alpen und im Jura viele wunderschöne Singletrails. Das Problem: oft handelt es sich bei den vermeintlichen Singletrails eigenlich um Wanderwege. Da liegen Traum und Alptraum schnell einmal sehr nahe beieinander.

Offizielle Wander- und Mountainbike-Wegweiser in der Schweiz.

Aggressives Aufeinandertreffen

Denn was passiert, wenn sich Mountainbiker und Wanderer auf Wanderwegen begegnen? In der Vergangenheit führte diese Tatsache schon zu zahlreichen Konflikten; und noch schlimmer wird es , wenn es zu einem Unfall kommt. Ein guter Montainbiker ist zwar in der Lage, sein Bike sehr schnell abzubremsen. Aber wenn der vorausgehende Wanderer den von hinten kommenden Montainbiker nicht hört, ist das Unglück vorprogrammiert. Gerade an schönen Sommertagen sind die Fortstrassen voll von Erholungssuchenden, und dies sind nicht nur die oftmals so viel gescholtenen Montainbiker, sondern eben auch sehr viel Fussgänger. Das Argument der Wanderer ist oft, der Montainbiker zerstöre den Wald und gefährde noch die Wanderer. Der Montainbiker wiederum verweist auf die provozierenden Wanderer, die bewusst den Weg nicht freimachen, obwohl sich der Montainbiker schon längst bemerkbar gemacht hat.


Das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme

Die Lösung in diesem Konflikt kann nur lauten: gegenseitige Rücksichtnahme. Zunächst muss gesagt werden, dass der sich korrekt verhaltende Biker die Natur nicht zerstört. Und zu einem korrekten Verhalten gehört natürlich auch die Rücksichtnahme auf die Wanderer. Ein schnelles und dichtes Vorbeifahren ist selbstverständlich tabu. Der Zweiradfahrer muss zudem stets bremsbereit sein und sollte, auch zur eigenen Sicherheit, solche Fahrten nur mit einem geeigneten Mountainbike absolvieren. Strecken, die für Radfahrer welcher Art auch immer gesperrt sind, dürfen keinesfalls befahren werden. Ausschliesslich Bikern zugewiesene Pfade sind wiederum für Wanderer tabu. Wenn diese Regelung beachtet wird, kann es zwischen diesen beiden Gruppen zu keinen Grenzüberschreitungen kommen. Wege, die generell von beiden Gruppen gemeinsam benutzt werden dürfen, und diese sind in der Mehrzahl, erfordern naturgemäss von allen ein wenig Disziplin. Zu dieser Disziplin gehört auch, dass der oder die Wanderer dem Biker Platz machen und ihn nicht demonstrativ an der Weiterfahrt hindern. Was das Gebot der genseitigen Rücksichtnahme betrifft, ist Davos in der Schweiz Vorreiterin. Hier herrscht die gute "Philosophie der Koexistenz". Es gibt bewusst keine strengen Regeln. Vielmehr werden über Hinweistafeln die Naturfreunde und Sportler zu einem gegenseitigen Respekt aufgerufenen. Genau diese Vorgehensweise hat sich dort in der Praxis erfolgreich durchgesetzt. Das Konfliktpotential zwischen den beiden Gruppen ist seitdem stark zurückgegangen.

Fazit: Ein Konflikt zwischen Montainbiker und Wanderer ist nicht zwingend. Auch hier ist, wie so vieles im Leben, eine Sache des gegenseitigen Respekts. Davos in der Schweiz spielt hier eine positive Schlüsselrolle.


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