Toptouren des Monats

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Jeden Monat präsentieren wir eine Auswahl mit Wanderungen, die auf die aktuelle Saison abgestimmt sind. Zur Zeit gibt es 25 traumhaft schöne Herbstwanderungen zu entdecken.

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Wandern und die richtige Ausrüstung: Worauf es auf Schweizer Wegen ankommt

Fast 60 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren wandert regelmässig. Das hält die Beratungsstelle für Unfallverhütung in einer Medienmitteilung zum sicheren Bergwandern fest.

Auf anspruchsvollen Bergwanderungen, wie bei der Tour vom Brienzer Rothorn zum Brünigpass, ist die richtige Ausrüstung von grosser Bedeutung.

Dieselbe Quelle nennt auch die Kehrseite. Jedes Jahr sterben beim Wandern und Bergwandern 51 Personen, rund 37000 verletzen sich. Besonders viele Unfälle passieren, weil Wandernde ihr Können überschätzen oder die Anforderungen einer Route unterschätzen. Ausrüstung ersetzt keine Planung. Sie muss aber zum Gelände passen, und dafür gibt es klare Massstäbe.


Die Route bestimmt das Material

Ausgangspunkt jeder Ausrüstungswahl ist die Berg- und Alpinwanderskala des SAC. Sie teilt Wege in sechs Grade ein. T1 steht für gelb markierte Wanderwege ohne nennenswerte Absturzgefahr, hier genügen laut SAC sogar Turnschuhe. Ab T2 beginnen die weiss-rot-weiss markierten Bergwanderwege, für die Trekkingschuhe empfohlen werden. T3 verlangt gute Trekkingschuhe und sichere Tritte. Die Grade T4 bis T6 gelten als Alpinwanderungen mit weiss-blau-weisser Markierung.

Ein Detail wird oft übersehen. Der SAC bewertet jede Tour unter günstigen Verhältnissen, also bei trockenem Gelände und guter Sicht. Nach Regen oder bei Altschnee steigen die Anforderungen an Schuhe und Bekleidung. Bei Fachhändlern wie Armypoint.ch sind Trekkingschuhe, Regenbekleidung und Rucksäcke nach Einsatzbereich geordnet, was den Abgleich mit der geplanten Route erleichtert.


Schuhe: Die Kategorien A bis D

Für die Steifigkeit von Wander- und Bergschuhen hat sich ein Kategoriensystem etabliert, das der Hersteller Meindl in den 1970er-Jahren eingeführt hat. Kategorie A umfasst niedrige Schuhe mit flexibler Sohle für Wald- und Feldwege. Modelle der Kategorie B haben einen stabileren Schaft und eine steifere Sohle. Sie eignen sich für anspruchsvolle Tagestouren und Hüttenwanderungen mit Gepäck. Ab Kategorie C beginnt der eigentliche Bergschuh. Kategorie D ist voll steigeisenfest und für Hochtouren ausgelegt.

Der Deutsche Alpenverein hält für Bergwanderungen die Kategorien B und C für ausreichend, wobei C im Schnee mehr Trittsicherheit bietet. Genauso zählt der Zustand des Schuhs. Ein abgelaufenes Profil hält auf nassem Fels und steilem Gras schlechter, unabhängig von der Kategorie.


Bekleidung: Schichten und Kennwerte verstehen

Bewährt hat sich das Schichtenprinzip. Die erste Lage leitet Feuchtigkeit von der Haut ab, die zweite isoliert, die äussere schützt vor Wind und Regen. Bei der Aussenschicht lohnt ein Blick auf zwei Messwerte.

Die Wasserdichtigkeit wird als Wassersäule in Millimetern angegeben und nach EN ISO 811 geprüft. Die Atmungsaktivität beschreibt der RET-Wert, gemessen nach EN ISO 11092. Je tiefer er liegt, desto besser entweicht Wasserdampf. In einer gängigen Einstufung gelten Werte bis 6 als sehr gut, 6 bis 13 als gut und 13 bis 20 als befriedigend. Darüber ist die Atmungsaktivität eingeschränkt. Die europäische Norm EN 343 für Wetterschutzkleidung fasst beide Grössen in Klassen von 1 bis 4 zusammen. Die Klasse 4 kam mit der Revision von 2019 hinzu.


Was zusätzlich in den Rucksack gehört

Unabhängig von der Tourenlänge gehören einige Gegenstände zur Grundausstattung:

  • ein Erste-Hilfe-Set mit Rettungsdecke
  • eine Stirnlampe
  • ein geladenes Mobiltelefon mit Zusatzakku
  • eine Karte oder eine offline gespeicherte Route

Im Notfall ist die Rega unter der Nummer 1414 erreichbar, der europäische Notruf unter 112.

Die BFU empfiehlt, vor dem Start Wetter und Wegverhältnisse zu prüfen. Für die nächste Tour ergibt sich daraus eine einfache Reihenfolge. Zuerst den Schwierigkeitsgrad der Route nachschlagen. Dann Schuhkategorie und Sohlenprofil kontrollieren. Danach die Kennwerte der Regenjacke auf dem Etikett lesen. Zuletzt den Rucksack anhand einer festen Liste packen. Wer diese vier Schritte zur Routine macht, schaltet typische Fehlerquellen bereits zu Hause aus.