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Wandern trotz Allergie

Der Berg ruft und die frisch ergrünte Natur lockt. Doch wen Heuschnupfen und andere Allergien plagen, der zieht sich oft lieber in die eigenen vier Wände zurück. Herumwirbelnde Pollen machen vielen Allergikern arg zu schaffen. Jeder Ausflug in die Natur führt zu Niesattacken, tränenden Augen oder einer verstopften Nase. Dennoch braucht sich niemand bei Pollenflug zu verbarrikadieren. Denn im Hochgebirge ist die Luft nahezu frei von Allergenen. Mit ein paar Tipps zur Tour-Vorbereitung können wanderpassionierte Allergiker auch die pollenreiche Jahreszeit geniessen.

Davos

Bildrechte: Flickr Davos Leo-setä CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


Warum hilft Bergwandern?

In grossen Höhen können Allergiker befreit durchatmen: Bereits ab 1'000 Höhenmetern nimmt die Pollenkonzentration in der Luft deutlich ab. Ab einer Höhe von mehr als 2'000 Metern sind selbst sehr sensible Allergiker kaum noch von Symptomen betroffen. Das gilt sowohl bei Pollen- als auch bei Hausstaubmilben-Allergie. Bergwanderer, die unter einer Pollenallergie leiden, profitieren von der kargen Gebirgsvegetation, und dank der trockeneren Luft und der niedrigeren Durchschnittstemperatur gibt es im Gebirge auch kaum Hausstaubmilben (da diese nur in einer feucht-warmen Umgebung überleben können).

Der Ausflug in die Natur kann Wunder wirken. Was viele Pollenallergiker nicht wissen: Im städtischen Umfeld und Wohninnenräumen schaden Pollen oft weitaus mehr als an der frischen Luft. Das liegt weniger an der Pollendichte als vielmehr an der deutlich höheren Feinstaubbelastung durch Autos oder Möbel. Heftet sich Feinstaub an Pollen, wirken sie aggressiver. Die klare Bergluft hingegen entlastet das Immunsystem, während Bewegung die Abwehrkräfte ankurbelt.


Tipps für pollengeplagte Bergliebhaber

Eine hundertprozentige Garantie, dass einem beim Wandern keinerlei Pollen plagen, gibt es nicht. Schliesslich hängt es auch immer von der eigenen Sensibilität ab, wie schnell und wie intensiv man auf Allergene reagiert. Einige Allergiker reagieren bereits auf eine sehr geringe Pollendichte. Startest du gut vorbereitet, kannst du dieses Risiko aber minimieren. Trage am besten selbst bei bewölktem Himmel eine Sonnenbrille, um tränenden Augen vorzubeugen und nimm frühzeitig Medikamente ein, die allergischen Reaktionen vorbeugen.

Achte auch darauf, nach der Tour die Pollen nicht in die Wohnung zu schleppen. Während der Wanderung sowie der Hin- und Rückfahrt können einige an Kleidung und Haut haften bleiben. Daher solltest du dein Wanderoutfit am besten sofort in die Waschmaschine stecken. Eine kalte Dusche und eine gründliche Haarwäsche verhindern, dass Allergene über die Hautporen eindringen oder im Haus verteilt werden.

Wenn du wirklich sichergehen willst, dass keine lästigen Pollen durch deine Wohnung wirbeln, dann solltest du Luftreiniger verwenden - diese Geräte gibt es inzwischen in einer grossen Modellauswahl für Wohnungen jeder Grösse. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Pollen und Hausstaub aus der Raumluft filtern. Auf diese Weise bewahrst du die Auszeit in den Bergen auch nach deiner Rückkehr in guter Erinnerung.


Was ist bei der Routenplanung zu beachten?

Damit du beim Wandern möglichst beschwerdefrei bleibst, solltest du dich informieren, gegen welche Pflanzen genau du allergisch bist, und dann eine Wanderstrecke wählen, die dich möglichst nicht an diesen Pflanzen vorbeiführt. Zu den üblichen Verdächtigen gehören unter anderem Bäume wie Erle, Esche und Birke. Oberhalb der Baumgrenze verteilen Gräser wie Beifuss und Spitzwegerich Blütenstaub. Auch ein gutes Timing hilft, denn nicht jeder Allergiker leidet den gesamten Sommer über. Die Belastung hängt schliesslich auch von der Blütezeit des Allergieauslösers ab. Kennst du diese, kann du auf weniger kritische Zeiten ausweichen. Bedenke aber dabei, dass Pflanzen in höheren Lagen später blühen.

Auch das Wetter spielt eine Rolle. Nach Regenfällen ist die Luft reiner. An windigen Tage gelangen Pollen hingegen oft auch in grössere Höhen. Hilfreich sind Pollenflugvorhersagen. Diese erhältst du beispielsweise über spezielle Apps. Der Vorteil: Beim Wandern empfängst du direkt Infos zur Pollendichte auf dein Smartphone.


Top-Wanderung für Allergiker: Panoramaweg nach Gotschnagrat

Davos

Bildrechte: Flickr Davos Leo-setä CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Wanderregion Schweiz bietet auch zahlreiche eher hochgelegene Touren. Die Tour nach Gotschnagrat startet üblicherweise in Davos - einem Kurort, der dank seiner Höhenlage von 1'500 Metern ein beliebter Ausgangspunkt für allergiegeplagte Wanderer ist. Auf dem gut ausgeschilderten Panoramaweg bietet sich dir immer wieder ein atemberaubender Ausblick auf die umliegende Berglandschaft. Mit der Parsenbahn geht es ab Davos zur Station Höhenweg. Dort hast du die Baumgrenze bereits weit hinter dir gelassen und startest die etwa zweistündige Wandertour.

Wenige Meter hinter dem Bergrestaurant gelangst du auf den Panoramaweg. Wanderschilder weisen dir den Weg nach Gotschnagrat. Schon bald wirst du während deiner Wanderung den Davosersee erblicken. Auf halber Strecke kannst du bei der Mungga-Hütta oder der Parsennhütte eine Rast einlegen und dich etwas stärken. Von Gotschnagrat aus gelangst du dann mit dem Schwarzseealp-Sessellift nach unten und kannst ab Davos Laret mit der Rhätischen Bahn nach Davos zurückfahren.