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Sicherheit beim Wandern: Darauf sollte man achten

Eine Wanderung ist nur ein langer Spaziergang? Falsch gedacht. Wer mit dieser Einstellung wandern geht, überschätzt sich und riskiert Unfälle. Die Statistiken sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache: Gut ein Drittel aller Unfälle im alpinen Bereich passieren beim Wandersport; meist handelt es sich um Stürze aufgrund von Herz-Kreislauf-Problemen oder mangelnder Aufmerksamkeit. Die Gründe dafür sind Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, schlechte Planung und unzureichende Ausrüstung. Auch beim Wandern sind deshalb unbedingt die Sicherheitsregeln des Bergsports zu berücksichtigen. Ein Überblick.


Die richtige Ausrüstung

Dass man beim Wandern festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung tragen sollte, ist allgemein bekannt. Viele vergessen jedoch eine grundlegende Notfallausrüstung. Dazu gehören mindestens eine Taschen- oder Stirnlampe, um auch bei Dämmerung oder gar im Dunkeln den Weg zur Unterkunft zu finden, sowie ein Erste-Hilfe-Set. Letzteres wiegt wenig und nimmt im Rucksack nur wenig Platz ein, es kann allerdings in einer Notsituation Leben retten. Auch wenn man beim Wandern abschalten und den Alltag hinter sich lassen möchte, sollte man dennoch ein Handy mit vollem Akku einpacken - so kann man im Notfall schneller Hilfe holen. Ein Tipp: Notfallnummern sollte man am besten vorher einspeichern. Der alpine Notruf lautet 140, der allgemeine Notruf in Europa 112.

Ebenfalls wichtig ist ein guter Sonnenschutz für Haut und Augen. In den Bergen und am Ufer von Flüssen und Seen ist die UV-Strahlung aufgrund der Sonnenreflektion besonders stark; die Gefahr eines Sonnenbrandes sowie von Schäden an der Netzhaut ist dort deshalb besonders hoch. Aus diesem Grund gehört eine Sonnencreme mit hohem UV-Schutz und eine Sonnenbrille unbedingt mit ins Gepäck. Ob man sich nun für ein schickes Designermodell von einem Markenhersteller wie Dsquared entscheidet oder zu einer richtigen Sportbrille greift, ist eigentlich egal, solange die Brille das CE-Zeichen trägt, gut sitzt und mindestens die Kennzeichnung UV 400 aufweist. Eine Sonnenbrille ist übrigens in jeder Jahreszeit erforderlich, denn die UV-Strahlen sind auch im Herbst und vor allem im Winter bei Schnee gefährlich.


Die richtige Vorbereitung

Wandern will gelernt sein. Zwar gilt Wandern als Einsteigersport, da es gelenkschonend ist und das Herz-Kreislauf-System nicht über Gebühr belastet, doch es erfordert hohe Konzentration. Wer nicht auf den Weg achtet, kann sich schnell verlaufen; auch der Untergrund erfordert hohe Aufmerksamkeit, damit man in unwegsamem Gelände nicht stolpert oder gar stürzt. Ratsam ist es, jemanden vor Antritt der Wanderung über den geplanten Streckenverlauf zu informieren, um im Notfall auf Hilfe zählen zu können. Sinnvoll ist auch die Mitnahme eines Kompasses und eines Höhenmessers, sofern man mit deren Benutzung vertraut ist. Man sollte vor der Wanderung ausprobieren, wie die Geräte funktionieren und eventuell sogar einen Probespaziergang unternehmen.


Die eigenen Grenzen kennen

Auch wenn Wandern nicht anstrengend erscheint, erfordert es doch Ausdauer. Anfänger sollten deshalb darauf achten, sich nicht zu überfordern. Für den Einstieg eignet sich beispielsweise der Holzweg Thal bei Balsthal sowie generell ausgeschilderte, befestigte Wanderwege ohne grosse Steigung. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich dann nach und nach steigern, bis schliesslich auch anspruchsvolle Wanderungen wie die Strecke zum Oberhornsee möglich sind. So überfordert man sich nicht, behält die Lust am Wandern bei - und entdeckt die atemberaubenden Landschaften der Schweiz.

Bildrechte: Flickr I9160875a simonsimages CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten