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    Mit der richtigen Ausrüstung auf Tour: So wird der Wanderurlaub im Winter zum Erlebnis

    Der Winter ist auf dem Vormarsch und auf den Wanderwegen ist nun Vorsicht geboten: Selbst bekannte Routen werden, versteckt unter einer Schneedecke, zur Herausforderung. Aber echte Wanderfreunde lassen sich von Schnee, Eis und Kälte nicht die Laune am Lieblingssport vertreiben. Mit der richtigen Bekleidung und einer wintertauglichen Ausrüstung steht dem Spass am Wandern nichts mehr im Wege.

    stock.adobe.com © Alena Ozerova # 127683548

    Das Besondere am Wandern im Winter

    Im Winter auf Wandertour zu gehen, hat beinahe schon etwas Magisches an sich: Die Landschaft verschwindet völlig unter einer weissen Decke, Schnee und Wind formen Hänge neu und generell zeigt sich die Umgebung vollkommen verändert. Bis auf wenige Geräusche wie das Knacken eines Astes oder das Gezwitscher eines Vogels herrscht selbst am helllichten Tag Stille. Ideal, um innezuhalten und einfach nur die Ruhe zu geniessen. So erlebt man als Wanderer einen wahren Wintertraum.

    Damit das Erlebnis auch traumhaft schön bleibt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Vor allem unerfahrene Winterwanderer sollten nur flache, präparierte und ausgeschilderte Wanderwege gehen. Auf der Route liegt idealerweise eine Hütte, in der man nach der Wanderschaft einkehren und sich aufwärmen kann. Grundsätzlich sollten keine zu langen Wanderrouten eingeplant werden, schliesslich fallen im Winter die Tage kürzer und die Temperaturen niedriger aus. Ausserdem ist das Stapfen durch tiefen Schnee mühsam und die Trittsicherheit ist besonders gefordert, das zehrt an den Kräften und ist nicht zu unterschätzen. Dazu kommt, dass Winterwanderschuhe schwerer sind als gewöhnliche Trekkingschuhe.

    Um die Tour ohne Sicherheitsrisiko gehen zu können, sollte man ausschliesslich auf als Winterwanderwege ausgezeichneten Routen wandern. Auf diesen Wegen besteht in der Regel keine Lawinengefahr. Es sei denn, es handelt sich um grössere Mengen Neuschnee oder widrige Wetterbedingungen mit schlechter Sicht. In dem Fall sollte man sich kurz vor der Wanderung bei ortskundigen Bergführern oder im Touristenbüro erkundigen, ob Gefahr besteht.

    Zur Sicherheit sollte man vor einer geplanten Wandertour immer Freunde, Verwandte oder zumindest die Unterkunft informieren und angeben, für wann ungefähr die Rückkehr geplant ist.


    Unverzichtbare Kleidungsstücke

    Die ideale Bekleidung für das Wandern erfolgt grundsätzlich immer nach dem sogenannten Zwiebelschalenprinzip, unabhängig von der Jahreszeit. Allerdings gibt es Unterschiede, woraus sich die einzelnen Kleidungsschichten zusammensetzen. Daher müssen Wanderer ihre Packliste immer an die Jahreszeit anpassen. Bedeutet konkret: Im Winter fallen mehr und dickere Schichten an als in den warmen Monaten.

    Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sollte der Oberkörper von einem kurzärmligen Shirt aus Kunstfaser und einem dickeren, langärmligen Shirt aus einem wärmenden Material sowie einer wasserabweisenden, windfesten Jacke bedeckt sein. Herrschen Minusgrade, bilden ein Fleece-Pullover und eine Daunenjacke weitere Schichten. Damit die Beine beim Wandern im Winter nicht auskühlen, empfiehlt es sich, unter die Wanderhose lange Skiunterwäsche aus Kunstfaser anzuziehen.

    Für die Füsse sind Funktionssocken oder solche aus Schurwolle am besten. Sie klimatisieren die Füsse optimal und beugen Blasen vor. Für Wandertouren zur kalten Jahreszeit sind geeignete Winterwanderschuhe ein Muss. Die Schuhe müssen so fest sein, dass mit ihnen auch vereiste Hangpassagen zu bewältigen sind. Sie sollten über den Knöchel gehen, ausserdem über einen längeren Zeitraum wasserdicht sein und gut isolieren. Zu beachten ist aber, dass diese Schuhe zum einen schwerer sind als Trekkingschuhe und dass es zum anderen deutlich länger dauert, bis sie richtig eingetragen sind.

    Zum Schutz von Kopf und Ohren vor Kälte und Nässe ist eine Mütze unverzichtbar, bei ungemütlichen Bedingungen kann es auch eine Sturmhaube sein. Die Hände sind mit dünnen Merino-Handschuhen und dickeren Ski-Handschuhen optimal geschützt, auch ein Schal sollte immer dabei sein. Was im Gepäck ebenfalls nicht fehlen darf, sind Ersatzwäsche und ausreichend Regenschutz.

    stock.adobe.com © 6okean # 189764113

    Wichtiges Wanderzubehör

    Das richtige Wanderzubehör ist ein unverzichtbarer Begleiter für jede (Winter)-Wandertour. Ergänzend zur Wanderhose sind Gamaschen ratsam, die verhindern, dass Schnee in die Schuhe und an die Hosenbeine gelangt. Grödel bzw. Steigeisen sind nützlich für das sichere Gehen im Schnee und beim Überqueren von Altschnee und vereisten Wegstücken. Wer ausschliesslich durch tiefen Schnee wandert, sollte sich am besten Schneeschuhe anschnallen. Teleskopstöcke geben zusätzlich mehr Halt beim Gehen, weil sie die Kraft besser verteilen. Für Winterwanderungen sollten es Teleskopstöcke mit Tellern sein, damit sie nicht zu tief in den Schnee einsinken können.

    Gerade im Winter, wenn Markierungen und Schilder häufig vom Schnee verdeckt sind, ist eine gute Orientierung wichtig, um sich unterwegs nicht zu verirren oder auf gefährliche Pfade zu gelangen. Deswegen gehört (analoges) Kartenmaterial genauso wie ein Kompass ins Gepäck. Falls die Dunkelheit früher einbricht als erwartet, ist eine Stirnlampe durchaus hilfreich. In lawinengefährdeten Gebieten sollten Wanderer auch eine Lawinenausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) dabei haben. Ausserdem dürfen ein Taschenmesser, Notfallnummern und ein Rucksack mit Regenhülle nicht fehlen.

    stock.adobe.com © kosmos111 # 189020500

    Technisches Equipment

    Beim Wandern gehört auch etwas technisches Equipment in den Rucksack. Ergänzend zu Kompass und Karte kann man sich mit einem GPS-Gerät orientieren. Manche Modelle blenden dafür eine Karte ein, sodass man erkennen kann, wo man sich gerade befindet. Je nach Gerät kann man auch die Route aufzeichnen und sie zuhause auf den Computer übertragen oder auch die Wanderroute am Computer planen und sie dann auf das GPS-Gerät übertragen, um sich unterwegs daran zu orientieren.

    Unverzichtbar ist ein Handy, auf dem die Notfallnummern gespeichert sind und mit dem man im Notfall einen Notruf absetzen kann. Wer keine separate Kamera mitnehmen möchte, kann mit einer guten Handy-Kamera die Eindrücke der Wandertour fotografisch festhalten. Schliesslich entstehen unterwegs einzigartige Momente und Landschaftsbilder, an die man sich nach der Tour noch lange zurückerinnern möchte. Je nach Länge der Tour oder des Urlaubs, kommt eine grosse Menge an Fotos zusammen. Mit einem Fotobuch kann man aus dem Bildmaterial ein Erinnerungsstück schaffen, das individuell gestaltet und damit einzigartig ist. Das beginnt schon bei der Auswahl der Grundkomponenten: Man kann zwischen verschiedenen Formaten wählen und entscheiden, ob der Umschlag Hardcover oder Softcover sein soll. Ausserdem gibt es für die Art der Bindung und das Papier der Seiten verschiedene Optionen und man kann jede einzelne Seite nach eigenen Wünschen mit Fotos, Hintergrundfarbe und anderen Gestaltungselementen erstellen.


    Schutzmittel

    Ein wichtiger Bestandteil der Wanderausrüstung sind bestimmte Mittel, die den Körper des Wanderers schützen oder ihm wieder auf die Beine helfen. Daher dürfen folgende Dinge nicht in der Taschenapotheke fehlen:

    • Erste-Hilfe-Set zur Versorgung von Verletzungen, inklusive steriler Wundauflagen, Pflaster in verschiedenen Grössen, Tape, Verbandsschere, Verbandspäckchen, Dreiecktuch, Pinzette, Einmalhandschuhen und Wunddesinfektionsmittel
    • Kühl- und Schmerzmittel
    • Blasenpflaster
    • Rettungsdecke zum Schutz vor Kälte und UV-Strahlung, während man auf Rettung wartet
    • Wundsalbe
    • ggf. ein Medikament gegen Höhenkrankheit
    • Kohletabletten gegen Durchfall
    • Individuell benötigte Medikamente

    Da beim Winterwandern gerne Minusgrade herrschen, sollte man ausserdem immer eine Kälteschutzcreme dabei haben, um die freie Haut zu schützen. Genauso wichtig ist aber auch die Sonnencreme sowie Sonnenbrille. In den Bergen kann die Sonne der Haut selbst oder vielmehr: vor allem im Winter gefährlich werden, da man die Sonnenstrahlen leicht unterschätzt und sich einen heftigen Sonnenbrand einfängt. Besonders unangenehm ist das auf den Lippen. Treffen die Sonnenstrahlen auf den weissen Schnee, wird das Licht stark reflektiert, sodass es zur sogenannten Schneeblindheit kommen kann, wenn man die Augen nicht mit einer hochwertigen Sonnen- oder Skibrille schützt.


    Verpflegung

    Sehr wichtig für eine jede Wandertour ist auch die richtige Verpflegung. Unterwegs muss man unbedingt darauf achten, immer genug zu trinken und den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Im Winter, wenn es in den Bergen Minusgrade hat, sind warme Getränke, etwa Tee, ideal, um sich von innen zu wärmen. Ansonsten ist vor allem Wasser wichtig. Zum Transport eignet sich eine herkömmliche Trinkflasche, aber um den Inhalt vor dem Gefrieren zu schützen, ist eine Thermoskanne besser.

    Was den Proviant betrifft, muss man ebenfalls die Aussentemperaturen bedenken und sollte auf Nahrungsmittel verzichten, die schnell gefrieren. Beispielsweise haben die meisten Obst- und Gemüsesorten einen ziemlich hohen Wasseranteil und sind daher für Wandertouren im Winter nicht geeignet. Gleiches gilt für einige Aufschnitt- und Käsesorten.

    Generell sollten Wanderer immer auf kohlenhydratreiche Nahrungsmittel zurückgreifen. Für ein belegtes Brot eignet sich dunkles Brot wie Vollkorn-, Dinkel- oder Roggenbrot, Avocado, Erbsenbrei und gekochte Eier.

    Gute Snacks sind Müsli- oder Proteinriegel Wer trotz der niedrigen Temperaturen nicht auf Früchte verzichten möchte, sollte auf die getrocknete Variante umsteigen, etwa Rosinen, Pflaumen, Datteln und Aprikosen. Auch Nüsse, Pistazien-, Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkerne sind grossartig, weil sie viel Energie liefern.

    stock.adobe.com © rh2010 # 184896043

    Bilder

    Bild 1: stock.adobe.com © Alena Ozerova # 127683548
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