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    Barrierefrei wandern in der Schweiz

    Aktiv und sportlich in der Natur unterwegs zu sein, ist für viele Schweizer selbstverständlich – Wanderungen gehören aufgrund der optimalen Bedingungen mit den eindrucksvollen Naturlandschaften dabei zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Natürlich können auch Rollstuhlfahrende ausgedehnte Wandertouren unternehmen. Dafür gibt es eine Vielzahl an barrierefreien Routen mit unterschiedlichen Anspruchsprofilen, die sich auch für Menschen mit Handicap anbieten. In diesem Ratgeber präsentieren wir die wichtigsten Infos und stellen zudem einige schöne barrierefreie Routen vor.

    Hindernisfreie Wege in der Schweiz - Schwarzsee Rundweg

    Hindernisfreie Wege in der Schweiz

    In der Schweiz gibt es insgesamt 74 hindernisfreie Wege, die mit entsprechenden Wegweisern auf den Routen deklariert sind und auch bei SchweizMobil als einem vom Bund und von den Kantonen geförderten nationalen Netzwerk für den Langsamverkehr aufgelistet sind. Unterschiedliche Farben bei den Beschilderungen weisen auf den jeweiligen Schwierigkeitsgrad der Wanderwege hin. Die Farbe Blau steht dabei für ein leichtes Anspruchsniveau und richtet sich an Personen, die sich ohne die Hilfe anderer Personen im öffentlichen Raum bewegen können. Das rot markierte mittlere Niveau bei den Wanderrouten spricht sportliche Menschen im Rollstuhl, jene im motorisierten Rollstuhl sowie Personen mit einer Begleitperson an. Geeignet für Menschen, die über ein Rollstuhlzuggerät verfügen, sind dagegen die „schweren“ schwarzen Routen. An einigen Standorten können dafür geländegängige motorisierte Rollstühle ausgeliehen werden.


    Leichte Strecke entlang der Suone

    Vorbei von imposanten Lärchen und Fichten führt die schöne Wanderstrecke „Chemin du Grand Bisse de Vex“ durch einen lichten Wald und offenbart einen traumhaften Blick auf die atemberaubende Schweizer Berglandschaft. Los geht die Tour, für die eine gute Stunde eingeplant werden sollte, in Les-Mayens-de-Sion. Als Orientierung dient die Suone, die den breit angelegten Wanderweg auf der gesamten Strecke „begleitet“. Für die Pause zwischendurch gibt es kleine Rastplätze, die allein aufgrund des Ausblicks auch zum längeren Verweilen einladen. Das zusätzliche Highlight: Gesäumt ist die Strecke von kleinen Kunstobjekten, die für Abwechslung sorgen. Der Höhenunterschied der fünf Kilometer langen Strecke beträgt gerade mal 21 Meter, sodass sie auch von Anfängern und ohne Hilfe gut bewältigt werden kann.


    Mittleres Anspruchsniveau am Schwarzsee-Rundweg

    Sportliche Rollstuhlfahrende finden am Schwarzsee im Kanton Freiburg ideale Bedingungen für eine naturnahe Wanderung vor traumhafter Berg- und Seekulisse. Auf der vier Kilometer langen Strecke rund um den See ist ein Höhenunterschied von 50 Metern zu bewältigen. Der Startpunkt befindet sich an der Bushaltestelle in Gypsera. Von dort geht es zunächst über eine Wiese und dann auf den Seeweg. Dieser wird auch als Hexenweg bezeichnet, da mehrere Posten entlang der Strecke über die lokalen Märchen und Sagen aufklären – und damit für Kurzweil während der Tour sorgen. Eine besondere Attraktion ist der sogenannte „Schwarzsee-Drache“ als Kunstwerk auf einem etwa 20 Meter hohen Felsen – hier bietet sich die gute Gelegenheit für eine kurze Rast. Der Schwarzsee-Drache ist zudem ein beliebtes Fotomotiv. Nach etwa einer Stunde und 15 Minuten erreichen die Wanderer wieder ihren Ausgangspunkt.


    Für Anspruchsvolle: der Furi-Weg in Zermatt

    Für Rollstuhlfahrende ist der Furi-Weg durchaus eine Herausforderung – aber auch eine, für die sich die Anstrengung lohnt. Für die eindrucksvolle Kulisse sorgt das Matterhorn, das auf der gesamten Strecke zu bewundern ist. Die Wanderroute beginnt an der Bergstation in Furi, zu der man mit der Gondelbahn gelangt. Von dort geht es bis ins Tal nach Zermatt, der Höhenunterschied beträgt insgesamt 280 Meter. Die Strecke verläuft fast ausschliesslich durch ein Naturschutzgebiet mit dunklen Lärchenwäldern, imposanten Felsformationen und aussergewöhnlichen alpinen Pflanzen. Vereinzelt säumen auch Chalets den Weg. An den Aussichtspunkten offenbart sich den Besuchern ein traumhafter Blick auf die Kulisse der Walliser Berge. Für die fünf Kilometer lange Strecke beträgt die Wanderzeit circa eine Stunde und zehn Minuten.


    Noch mehr Abenteuer: der Murtensee-Weg

    Für diese anspruchsvolle und sehr sehenswerte Wanderroute sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden. Knapp drei Stunden sind für die 12 Kilometer lange Strecke (Höhenunterschied 120 Meter) um den Murtensee vorgesehen. Der Rundweg startet in der wunderschönen Altstadt Murten und führt dann zu der belebten Seeuferpromenade. Immer in Wassernähe geht es dann durch idyllische Waldstücke und durch die weitläufigen Weinberge der Region. Das Highlight: Auf der anderen Seeseite fahren Sie dann über den Murtensee mit dem Schiff zurück nach Murten und können die eindrucksvolle Naturkulisse hier nochmal auf sich wirken lassen.


    Es muss nicht immer die Wanderung sein: weitere barrierefreie Aktivitäten

    Wer neben einer Wanderung noch etwas mehr Action für barrierefreie Freizeitaktivitäten sucht, für den gibt es in der Schweiz weitere tolle Möglichkeiten, um aktiv zu sein. Wie sieht es beispielsweise mit einer Rafting-Tour oder Paragliding aus? Wer klettern will, kann dies im Hochseilgarten Swiss Seilpark tun. Dank eines speziellen Gleitschirmsitzes ist der Ausflug in die Höhe auch für Rohlstuhlfahrende geeignet. Mobilbeeinträchtigte Menschen können im Winter zudem eislaufen. Dank eines gratis zur Verfügung gestellten sogenannten Eisgleiters als Platte auf Kufen, die am Rollstuhl installiert wird, lassen sich auf vielen Kunsteisbahnen in der Schweiz barrierefrei Runden auf dem Eis drehen. Natürlich ist auch das Schwimmen eine gute Option, um sich sportlich zu betätigen. Die meisten Schwimmbäder (inklusive der Saunalandschaften) in der Schweiz sind mittlerweile barrierefrei konzipiert. Wer das Element Wasser mag, kann sich darüber hinaus auch als Rollstuhlfahrender einfach mal im Tauchen versuchen.