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Schweizerischer Nationalpark

Publiziert am 23.07.2014, aktualisiert am 25.11.2015

Wilde Gebirgslandschaften, tiefe, von ständiger Erosion gezeichnete Täler. Der Schweizerische Nationalpark zeigt sich seinen Besuchern auch nach 100 Jahren in seiner ganzen Ursprünglichkeit. Und dies hat seinen Grund. Im Nationalpark gilt nämlich seit seiner Gründung am 1. August 1914 ein „absoluter“ Schutz vor menschlichen Eingriffen.

Unterwegs durch grandiose Parklandschaften mit Blick auf den Munt La Schera.

Die Natur verwaltet sich selbst und kann so ihren dynamischen Prozessen freien Lauf lassen. Was dabei rausgekommen ist, lässt sich sehen. Keine Lawinenverbauungen, keine Bachverbauungen, keine Feld- und Waldbewirtschaftung und keine Jagt. Einzig ein Netz mit 80 Kilometer Wanderwegen wurde angelegt um den interessierten Besuchern einen Zugang zu diesem einzigartigen Naturspektakel zu gewähren.


Entstehung und Entwicklung

Die Gründung des Schweizerischen Nationalparks ist Grunde genommen einer Hand voll Visionäre zu verdanken. Sie sorgten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend um die fortschreitende Erschliessung der Alpen. Es müsse ein Stück Land reserviert werden, wo die Natur vollkommen sich selbst überlassen sei. Am 1. August 1914 war es dann soweit; der Schweizerische Nationalpark wurde feierlich eröffnet. In der Folgezeit erlitt die Entwicklung des Nationalparks auch mehrere Rückschläge. 1936 wurde das Val Tavrü wieder aus dem Park ausgegliedert. Oder 1957, als das Schweizer Volk den Engadiner Kraftwerken die Konzession zur Nutzung des Spölbachs erteilte. Das ökologische System veränderte sich natürlich dadurch nachhaltig. Im Jahr 2000 wurde dafür die Fläche des Nationalparks um 3.6 km2 auf die heutigen 170.3 km2 erweitert. Die Macun-Seenplatte wurde in den Perimeter der Parkfläche integriert. Und 2008 wurde in Zernez das neue Nationalparkzentrum eingeweiht..


Den Park zu Fuss entdecken

21 Wanderrouten mit einer Gesamtlänge von 80 km bieten einzigartige Einblicke in die vielfältigen Landschaften im Nationalpark. Der aussergewöhnliche Reichtum an Alpentieren wie Gämsen, Hirsche und Murmeltiere sind eines der Markenzeichen des Nationalparks. Vielfältige Alpenpflanzen sorgen für Farbe entlang der Wanderwege. Zahlreiche Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten vielfältige Möglichkeiten den Nationalpark wandernd zu entdecken. Dabei gilt es stets die im Nationalpark geltenden Schutzbestimmungen zu beachten.

Weitet man das Wandergebiet auf das unmittelbare Umland des Nationalparks aus, so entsteht ein Wanderparadies von gigantischen Ausmassen und von berauschender Vielfalt. Malerische Landschaften im Val Müstair, stille Täler wie das Val Mora oder spektakuläre Schluchten à la Val d'Uina oder die Clemgiaschlucht sorgen für ausserordentliches Wandervergnügen, das Seinesgleichen sucht.


Wanderparadies Nationalpark


Facts & Figures zum Nationalpark

  • Lage Kanton Graubünden (Engadin)
  • Höhenlage 1400 m ü.M. (Clemgia/Scuol) – 3174 m ü.M. (Piz Pisoc)
  • Fläche 170,3 km2, (17030 ha)
  • Gründung 1.8.1914 (Beginn: 1909 mit der Val Cluozza, Zernez)
  • Ziele totaler Naturschutz, Forschung, Information
  • Pachtgemeinden (in %) Zernez (66,5), S-chanf (13,5), Scuol (13,2), Val Müstair (4,7), Lavin (2,1)
  • Wegnetz 80 km offizielle Wanderrouten, wovon 2 alpine Routen (weiss-blau-weiss)
  • Besucher ca. 150 000 pro Jahr
  • Rastplätze 18 (Feuern und biwakieren verboten)
  • Parkplätze Ofenpassstrasse 10 Parkplätze (Platzzahl beschränkt)
  • Öffentliche Verkehrsmittel 6 Postauto-Haltestellen im Park (P1/P3/P4/P6/P8, S-charl)
  • Übernachtung im Park Chamanna Cluozza, Hotel Parc Naziunal Il Fuorn
  • Camping im Park (inkl. Parkplätze) verboten; Umgebung nur offiz. Plätze
  • Winter Park nicht begehbar (Ski nicht erlaubt)
  • Flora Wald 28% (davon 99,5% Nadelwald), alpine Matten 21% (hier wachsen die meisten Alpenpflanzen), Vegetationsfrei 51% (Geröll, Fels, Hochgebirge)
  • Fauna Rothirsche 1800 - 2000 Tiere (nur Sommeraufenthalt), Gemsen, Murmeltiere, Bartgeier werden seit 1991 in der Val da Stabelchod wieder angesiedelt
  • Öffnungszeiten Sommer 1. Juni bis 31. Oktober täglich von 8.30 Uhr bis 18 Uhr, Winter: reduzierte Öffnungszeiten

Der Schweizer Nationalpark liegt im östlichsten Teil der Schweiz im Kanton Graubünden.

Der Schweizerische Nationalpark liegt im östlichsten Teil der Schweiz im Kanton Graubünden.


Kontakte

Schweizerischer Nationalpark
Schloss Planta-Wildenberg
CH-7530 Zernez

Verwaltung
Tel. +41 (0)81 851 41 11
Fax +41 (0)81 851 41 12
Info@nationalpark.ch
www.nationalpark.ch

Besucherzentrum Zernez
Tel. +41 (0)81 851 41 41

Gäste-Information Engadin Scuol
Staziun Scuol-Tarasp
7550 Scuol
Tel. +41 (0)81 861 88 00
info@engadin.com
www.scuol.ch


Bildstrecke

Bergwanderweg im Val Mingèr (Bild: www.engadin.com). Bergweg am Piz Lischana (Bild: www.engadin.com). Die Macun Seenplatte ist eine Exklave des Nationalparks (Bild: www.engadin.com). Im stillen Val Mora (Bild: www.engadin.com).
Die Valbella-Runde zählt zu den beliebtesten Wanderungen in der Gegend des Nationalparks (Bild: www.engadin.com). Von der Alp Buffalora ist der Piz Nair sehr gut zu sehen. Die Clemgiaschlucht liegt am Rand des Nationalpark-Teritoriums (Bild: www.engadin.com). Unterwegs durch grandiose Parklandschaften mit Blick auf den Munt La Schera.