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Oberbaselbiet - wo Berge Hügel sind

Publiziert am 08.05.2014, aktualisiert am 28.03.2016

"Es wächsle Bärg und Täli so liebli mitenand und über alles use luegt mängi Felsewand".So steht es in der zweiten Strophe im Baselbieter Lied geschrieben. Und genau so präsentiert sich die Landschaft im Oberbaselbiet auch. Wobei es sich eher um Hügel denn um Berge handelt. Hügel, die Wanderherzen höher schlagen lassen. Mit einer maximalen Höhe von 1'168 m (Hinderi Egg) sind diese zwar nicht wirklich hoch, aussichtsreich sind sie dennoch. Und zahlreich. Geissflue, Wisenberg, Belchenflue, Chellenchöpfli, Rehhag, und und und ...

Wanderungen im Oberbaselbiet

Allesamt sind sie hervorragende Wanderhügel. In der Regel sind die Baselbieter Hügel bewaldet und in den oberen Regionen mit einer Felskanzel ausgestattet. Die Ausblicke reichen vom Jura über die Vogesen und den Schwarzwald bis zum Mittelland und der Alpenkette. Ausserhalb der Kantone Basel-Landschaft und Basel Stadt kennen vermutlich nur Insider das Wandergebiet im Oberbaselbiet. Ein Geheimtipp also. Gerade im Frühling und im Herbst ist das obere Baselbiet eine perfekte Alternative zu den meist noch oder schon wieder schneebedeckten Wanderwegen in den Alpen.


Die schönsten "Wanderberge" im Oberbaselbiet

Die 1'099 m hohe Belchenflue liegt auf der Grenze der Kantone Basel-Landschaft und Solothurn. Im Norden ist die aus Mergelkalk bestehende Felskanzel bis zu 80 m hoch und gibt daher ein markantes Bild ab. Eine in den Fels gehauene Treppe führt bis ganz hinauf auf die schmale Gipfelplattform. Die Autobahn A2, die den Belchen in einem 3.2 Kilometer langen Tunnel unterquert, ist vom Gipfel gut zu sehen. Im Norden liegt das Baselbiet buchstäblich zu Füssen. Im Süden fällt der Blick über das Mittelland zu den Zentralschweizer Alpen. Im ersten Weltkrieg war die Belchenflue Teil eines gigantischen Festungssystems. Wappenzeichnungen an Felswänden und das General Wille Haus auf der Challhöchi zeugen von der einstigen militärischen Bedeutung des Bergs. Mehrere Wanderrouten, darunter die Hauptroute des Jura-Höhenwegs, führen hinauf zur Belchenflue. Eine besonders attraktive Wanderung zur Belchenflue hat ihren Startpunkt in Olten und führt über die Homberglücke und die Challhöchi hinauf zur Belchenflue. Der Abstieg erfolgt dann über den Chilchzimmersattel und den Rehhag ins Städtchen Waldenburg.

Unweit der Belchenflue liegt der Rehhag. Der Hügel besteht aus mehreren Felsbändern. Ganz im Westen liegt die Gerstelflue, deren Felsband nach Süden zeigt. Die Burgruine von Waldenburg steht auf einem Ausläufer der Gerstelflue. Weiter östlich liegt die Lauchflue. Deren Felsband zeigt auf die Nordseite des Hügels. Noch weiter östlich erstreckt sich das Felsband der Geissflue. Ein grandioser Höhenweg führt vom Chilchzimmersattel über den gesamten Rehhag bis hinunter nach Waldenburg.

Der 1'001 m hohe Wisenberg liegt im Südosten vom Kanton Basel-Landschaft an der Grenze zum Kanton Solothurn. Der Gipfel befindet sich allerdings ganz auf Baselbieter Boden. Auf dem bewaldeten Wisenberggipfel steht ein etwa 25 m hoher Aussichtsturm. An der Nordwestflanke liegt das Kurhotel Bad Ramsach auf einer aussichtsreichen Geländeterrasse. Zahlreiche Wanderwege führen auf den Wisenberg. Besonders abwechslungsreich und spannend ist der Erlebnispfad "Wisenbergwärts", der in Sommerau startet und via Wasserfall bei Giessen auf den Wisenberg führt.

Die Felskanzel der Sissacher Fluh ist weitherum sichtbar und markiert eine Art Wachtposten. Die 700 m hohe Sissacher Fluh ist ein äusserst beliebtes Ausflugsziel im Baselbiet. Die Ausblicke reichen der Jurakette entlang bis tief in die Vogesen. Der Gipfel besteht aus einer bewaldeten Fläche. Ein Restaurant und schön gelegene Picknick-Plätze befinden sich auf dem flachen Gipfel. Mehrere Wanderwege führen hinauf zur Sissacher Fluh. Von Sissach geht's durch Obstplantagen hinauf zum Waldrand und dann auf einem schmalen Pfad weiter bis zum Gipfel. Eine reizvolle Höhenroute führt von der Sissacher Fluh auf den Schleifenberg bei Liestal.

Im Volksmund gilt das 1'157 m hohe Chellenchöpfli als höchster Berg im Kanton Basel-Landschaft. Effektiv ist der höchste Punkt aber 100 m weiter nördlich bei der "Hinderi Egg". Dieser Waldhügel ist nämlich noch 11 m höher als die Felskanzel am Chellenchöpfli. Westlich davon befindet sich der Talkessel der Wasserfallen. Die einzige Seilbahn im Kanton führt hinauf zur Wasserfallen. Die Wasserfallen ist ein echtes Wanderparadies. Wanderungen zum Chellenchöpfli oder zum nahen Passwang stehen zur Auswahl. Äusserst beliebt und Pflichtprogramm für Schulreisen ist die Wanderung von der Wasserfallen zum Ausflugsrestaurant auf der Waldweid und der anschliessende Abstieg nach Waldenburg. Die Rückfahrt von Waldenburg erfolgt dann mit dem Waldenburgerli - eine Schmalspurbahn mit nur 60 cm Schienenabstand.


Facts & Figures

Das Oberbaselbiet liegt südöstlich vom Baselbieter Hauptort Liestal und erstreckt sich bis hinauf zur vordersten Jurakette. Das Ergolztal bildet das Haupttal. Mit wenigen Ausnahmen fliessen letztlich sämtliche Bäche des oberen Baselbiets in die Ergolz. Das Oberbaselbiet ist geprägt von landwirtschaftlichen Strukturen. Grössere Ortschaften wie Sissach, Gelterkinden oder Liestal befinden sich alle im Ergolztal. In den Seitentälern und auf den Anhöhen dominieren Bauerndörfer das Bild. Politisch lässt sich das Oberbaselbiet in die Bezirke Sissach und Waldenburg unterteilen. Teile des Bezirks Liestal zählen geografisch ebenfalls noch zum Oberbaselbiet. Die Hinteri Egg befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Waldenburg und ist mit 1'169 m die höchste Erhebung im Kanton Basel-Landschaft.


Bildstrecke

Von der Belchenflue geniesst man fantastische Ausblicke ins Oberbaselbiet. Wälder und Felskanzeln prägen die Landschaft im Oberbaselbiet. Wanderweg auf dem Rehhag. Der Wanderweg Wisenbergwärts führt am Wasserfall von Giessen vorbei.