B2B-Produkte: Content-Teaser (CPC) >>

Newsletter

* wird nicht für andere Zwecke verwendet

Newsletter-Archiv >>

Facebook

 

 

Besuche die Facebook-Seite von wanderungen.ch >>

Schweizer Städte wandernd entdecken

Publiziert am 31.10.2014, aktualisiert am 28.03.2016

Die Übergangszeiten vom Herbst zum Winter und vom Winter zum Frühling gelten bei vielen Wanderinnen und Wanderern als eigentliche „Saure Gurken Zeit“. Im November ist es für Bergwanderungen entweder zu kalt oder die Bergbahnen sind nicht in Betrieb und im März liegen die Wanderwege oft noch unter einer dicken Schneedecke. Eine Stadtwanderung ist gerade in diesen Monaten eine willkommene Alternative zu einer „normalen“ Wanderung.


Was ist eine Stadtwanderung?

Nun, der Begriff "Stadtwanderung" ist mit Bestimmtheit kein offizieller. Im Duden ist zum Wort "Stadtwanderung" jedenfalls nichts zu finden. Gemeint ist natürlich eine Wanderung oder ein Spaziergang auf einer beschriebenen Route durch eine bestimmte Stadt. Dabei gelten natürlich bei Stadtwanderungen völlig andere Kriterien als für Wanderungen in der Natur. Bei der Routenwahl geht es primär darum auf verkehrsfreien oder zumindest auf verkehrsarmen Strassen und Gassen die Sehenswürdigkeiten einer Stadt einzufangen. Wenn einzelne Verbindungswege zudem mit besonders schönen Panoramen aufwarten, umso besser. Weil es in einer Stadt jeweils besonders viel zu sehen gibt und weil genügend Raum sein sollte, einzelne Sehenswürdigkeiten etwas näher zu betrachten, liegt die ideale Wanderzeit bei 1 bis 3 Stunden oder bei einer Distanz von 3 bis 9 Kilometern. Auf Stadtwanderungen kommt man in der Regel wesentlich langsamer voran als auf „normalen“ Wanderungen. Egal, ob es sich um eine Grossstadt, also in der Schweiz um eine Stadt mit über 100'000 Einwohnern, um eine mittelgrosse Stadt (30'000 bis 100'000 Einwohner) oder um eine Kleinstadt (10'000 bis 30'000 Einwohner) handelt, eine Stadtwanderung zeigt die bewanderte Stadt immer in einem ganz besonderen Licht.


Die perfekte Stadtwanderung ...

... beginnt am Bahnhof und führt direkt über den Bahnhofplatz in eine Fussgängerzone. Der Blick zurück zeigt das prachtvolle Bahnhofsgebäude. Kleine Läden und gemütliche Strassenbeizen säumen die erste Gasse, welche in einen innerstädtischen Platz mündet. Dort sprudelt ein markanter Brunnen und im Hintergrund präsentiert sich die Silhouette mit schmucken Häuserfassaden. Durch ein Stadttor geht’s hinein in die verwinkelte Altstadt. Mittelalterliche Häuserzeilen sorgen für ein malerisches Ambiente. Kunstgalerien und Boutiquen beherrschen die Erdgeschosse. In den oberen Etagen zieren verschnörkelte Erker die Fassaden. Das historische Rathaus liegt am Wegrand bevor das imposante Bauwerk der Kathedrale erreicht wird. Das Innere des Kirchenbaus ist überwältigend. Prunk und gewaltige Dimensionen sorgen für staunende Gesichter. Gleich hinter der Kathedrale befindet sich der schönste Aussichtspunkt der Stadt. Über eine mittelalterliche Steintreppe geht's hinunter an den Fluss. Der hübsche Uferweg führt bis zu einer gedeckten Holzbrücke und auf der anderen Seite des Flusses taucht man ein in einen grosszügig gestalteten Stadtpark.

Uralte und riesige Bäume spenden Schatten. Beete mit blühenden Rosen und anderen Blumen unterbrechen das Grün der grossen Rasenflächen. Sitzbänke laden zum Verweilen und vom Kinderspielplatz sind fröhliche Kinderlaute zu hören. Mitten im Park steht ein Denkmal, welches einem berühmten Einwohner der Stadt gewidmet ist. Ein schlängelnder Weg führt hinauf zur zauberhaften Schlossanlage. Im Nebengeäude befindet sich das Schlosscafé und von der Terrasse geniesst man einen herrlichen Blick über die halbe Stadt. Auf der anderen Seite des Hügels geht's durch eine Platanenallee wieder hinunter zum Fluss. Über eine eigens für Fussgänger konstruiere Hängebrücke geht's langsam zurück in Richtung Bahnhof. Doch zuvor führt die Route noch durch die pulsierende Einkaufsmeile der Stadt. Vorbei an modernen und architektonisch wertvollen Gebäuden landet man schliesslich wieder auf dem Bahnhofplatz, wo die Stadtwanderung begonnen hat.


Sehenswerte Schweizer Städte

Zugegeben, ganz so perfekt ist der Routenverlauf bei einer Stadtwanderung durch eine Schweizer Stadt dann doch nicht, aber die meisten Städte haben jeweils ziemlich viele der einzelnen Elemente im Angebot. Der Bahnhofplatz und das Bahnhofgebäude von Chur könnten beispielsweise zu einer "perfekten Stadtwanderung" gehören. Oder das Bälliz in Thun mit seinen vielen Läden und Strassencafés. Die Piazza in Lugano mit dem verschnörkelten Springbrunnen zählt sicher zu den schönsten Stadtplätzen der Schweiz. Schmucke, bunt bemahlte Häuserfassaden mit verschnörkelten Erkern gibt es in Schauffhausen zu bestaunen. Oder in Bern, wo mit dem Zytglogge eines der bekanntesten Stadttore steht. Eine verwinkelte Altstadt gibt es in vielen Städten der Schweiz, aber in St. Gallen ist die Altstadt besonders sehenswert. Und in Basel begeistert das historische Rathaus Besucher aus aller Welt. Die Kathedrale Notre-Dame in Lausanne ist dafür eine der eindrücklichsten Kirchenbauten der Schweiz. Und in der Walliser Hauptstadt Sion ist die Aussicht vom Schloss Tourbillon überwältigend. Eine lange Treppe führt hinauf zum Schloss.

Die Uferpromenade in Genf ist grosszügig gestaltet und die Blicke auf den weltberühmten Jet-d'Eau sind einmalig. Jenseits der Altstadt im Parc des Bastions steht zudem mit dem Reformations-Denkmal eines der grössten Denkmäler der Schweiz. Weltberühmt und millionenfach fotografiert ist die Kapellbrücke in Luzern. Wohl die bekannteste Holzbrücke der Schweiz. Ein besonders schönes Exemplar von einem Stadtpark gibt's dafür in Winterthur zu bestaunen. Und in Rapperswil zählen der Rosengarten und das Schloss zu den absoluten Höhepunkten. Eine wunderschöne Platanenallee verbindet in der Uhrenstadt Biel das Seeufer mit der Altstadt. Die Zähringerstadt Freiburg gilt als Stadt der Brücken. Beste Beispiele dafür sind die imposante Poyabrücke und die eigens für Fussgänger konstruierte Hängebrücke Passarelle des Neigles. Dafür kann Zürich mit der Bahnhofstrasse die vermutlich mondänste Einkaufsmeile anbieten. Und natürlich auch punkto moderner Architektur spielt die Stadt Zürich in der obersten Liga der Schweiz mit. Und in Solothurn wird man Schritt für Schritt in die Geschichte des Baroks zurück versetzt.


Bekannte Stadtwanderer der Schweiz

Benedikt Loderer 
Architekt und Publizist, Stadtwanderer und Architekturkritiker beim Tagesanzeiger (de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_Loderer)

Claude Longchamps
Historiker und Politikwissenschaftler betreibt den Blog stadtwanderer.net (www.stadtwanderer.net)

Jochen Ihle 
Redaktor beim Wandermagazin SCHWEIZ (www.wandermagazin.ch)


Bildergalerie

Bern: Blick von der Münsterplattform ins Mattenquartier. Chur: Blick auf die Martinskirche. Fribourg: Altstadt, Kathedrale Saint-Nicolas und Poyabrücke. Lugano: Ausblick vom Parco Civico auf den Luganersee und den Monte San Salvatore.
Luzern: Vierwaldstättersee mit Rigi. Rapperswil: Rosengarten mit Schloss Rapperswil. Sion: Blick vom Schloss Tourbillon auf die Altstadt. Zürich: Schanzengrabenpromenade.