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Schneeschuhwandern - allein auf weiter Spur

Publiziert am 11.11.2014, Aktualisiert am 22.11.2015

Das Schneeschuhlaufen oder Schneeschuhwandern hat sich in jüngster Vergangenheit auch in der Schweiz zu einer echten Boomsportart entwickelt. Und der Höhepunkt dieser Entwicklung scheint noch in ferner Zukunft zu liegen. Die Gründe dafür sind vielfältig, sicher ist aber, dass immer mehr Menschen auf der Suche nach echten Naturerlebnissen sind.

Ein weiterer gewichtiger Grund für die fortwährend steigende Beliebtheit des Schneeschuhlaufens erklärt sich dadurch, dass jeder Mensch, der Gehen kann, theoretisch auch die technischen Fertigkeiten zum Schneeschuhlaufen hat. Dazu kommt, dass ein Schneeschuh-Equipment, also Schneeschuhe und Stöcke, nicht die Welt kosten. Voraussetzung ist natürlich, dass man bereits im Besitz von wintertauglichen Wanderschuhen, von Winterkleidern wie warmer Unterwäsche, schneetauglicher Hose und Jacke sowie von Handschuhen und einer Mütze ist.

Querbeet durch die Gesellschaft

So ist es denn auch kaum verwunderlich, dass man beim Schneeschuhlaufen die unterschiedlichsten Leute antrifft. Sportlich Ambitionierte, die auf einer langen Tour einen Berggipfel erreichen wollen, aber auch erholungssuchende Spaziergänger, die eine halbstündige Tour auf einem präparierten Winterwanderweg mit den Schneeschuhen absolvieren. So lange das Element Schnee vorhanden ist, gibt es fast keine Grenzen.

 

7 wichtige Kriterien für eine seriöse Planung

Und genau dort liegt die Crux beim Schneeschuhlaufen, denn eine Schneeschuhtour ist nicht gleich eine Schneeschuhtour. Abgesehen von den Grundkriterien wie Wanderzeit und Höhendifferenz, gilt es nämlich noch weitere Faktoren zu beachten. Dabei sollten die folgenden Punkte und Fragen bereits bei der Planung einer Schneeschuhwanderung berücksichtigt werden.

1. Reine Wanderzeit
Wie beim "normalen" Wandern gilt auch beim Schneeschuhwandern, dass eine fünfstündige Tour wesentlich anstrengender ist, als eine einstündige Tour. Dazu kommt, dass Schneeschuhlaufen in der Regel deutlich anstrengender ist als Wandern. Bei längeren Touren ist es also äusserst wichtig etwas Proviant, genügend Flüssigkeit und Ersatzwäsche mitzunehmen.

2. Höhendifferenz
Noch deutlicher werden die Unterschiede zum Wandern, wenn's richtig den Berg hoch geht. Dabei ist nicht nur die Steilheit sondern auch die Gesamtzahl der Steigungsmeter von Relevanz. Je nach Beschaffenheit des Schnees kann das Steigen mit Schneeschuhen zur echten Tortur mutieren. Dafür geht das Absteigen in der Regel deutlich einfacher als beim "normalen" Wandern.

3. Technische Voraussetzungen
Ähnlich wie beim Wandern, gibt es auch für Schneeschuhtouren eine offizielle Skala vom SAC, welche die Schwierigkeiten und Anforderungen in sechs verschiedene Grade einteilt (WT1 bis WT6). Dabei sagt die Skala vor allem etwas über die Hangneigungen, die Absturzgefahren sowie über die Fähigkeiten Lawinensituationen zu beurteilen aus. Sie sagt indessen nichts über die Wanderzeit oder die Höhendifferenz aus. Eine fünfstündige Tour kann also problemlos eine Einstufung WT1 (leichte Schneeschuhwanderung) aufweisen, wogegen eine zweistündige Tour in den Hochalpen mit WT6 (anspruchsvolle alpine Schneeschuhtour) eingestuft sein kann.

4. Auf beschilderten Routen oder in total freiem Gelände
Immer mehr Winterdestinationen unterhalten ein Netz mit ausgeschilderten Schneeschuhrouten. Daraus ergeben sich für die Tourengänger erhebliche Vorteile. Einerseits ist die Orientierung für die Tourengänger viel einfacher, als ohne Schilder. Ausserdem führen beschilderte Routen normalerweise nicht an lawinengefährdeten Stellen vorbei. Falls doch, dann werden die betroffenen Routen bei Lawinengefahr von den Pistenverantwortlichen der Destinationen gesperrt.

Aber auch für die Destinationen ergeben sich durch das Ausschildern von Schneeschuhrouten Vorteile. Mit beschilderten Routen sind sie in der Lage die Ströme einigermassen zu lenken. Dies kann aus wirtschaftlichen Gründen ein Vorteil sein (Route zu einem abgelegenen Restaurant), aber auch aus Gründen des Natur- und Wildschutzes (Routen können um Wildschutzgebiete herum geführt werden). Wer also mit Schneeschuhen lieber ohne Schilder unterwegs ist, sollte sich erstens sehr gut im Gelände auskennen und zweitens den Natur- und Wildschutz respektieren.

5. Durch den Tiefschnee oder auf präparierten Trails
In der Schweiz präparieren viele Winterdestinationen zumindest einen Teil ihrer beschilderten Schneeschuh-Trails mit Pistenfahrzeugen. Anders als bei Winterwanderwegen werden die präparierten Schneeschuh-Trails aber weniger stark verdichtet. Das Pistenfahrzeug fährt nur einmal oder maximal zweimal über den Trail. Auf vielen Schneeschuhrouten besteht zudem bereits eine schöne Spur, die von den Vorgängern gezogen wurde. Das wirklich echte Schneeschuh-Feeling kommt aber natürlich nur im Tiefschnee auf. Das ist allerdings viel anstrengender als man gemeinhin annimmt.

6. Geführt oder ungeführt
Wer auf Nummersicher gehen will, bucht sich für seine ersten Schneeschuhtouren einen Guide. Die Tourismusbüros der Winterdestinationen führen in der Regel Listen mit erfahrenen Tourenleitern. Viele örtliche Tourismus-Verbände bieten zudem auch wöchentlich geführte Schneeschuhtouren an. Dort kann man sich einschreiben und sich dann einer Gruppe anschliessen. Das ist ausserdem die wesentlich günstigere Variante. Wer auf eigene Faust eine Schneeschuhwanderung unternehmen will, sollte unbedingt die aufgeführten Punkte beachten.

7. In den Hochalpen, in den Voralpen oder im Jura
Bei guten Schneeverhältnissen eignet sich in der Schweiz mehr oder weniger der gesamte Alpenraum zum Schneeschuhlaufen. Wie erwähnt, gilt es natürlich den Natur- und den Wildschutz zu respektieren. Liegt genügend Schnee in tieferen Lagen (800 bis 1'500 m), dann bieten sich in den Voralpen und vor allem im Jura hervorragende Alternativen.


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Erste Hilfe

  • www.rega.ch - die Rega bringt rasche und professionelle medizinische Hilfe aus der Luft und unterstützt Menschen in Notlagen.
  • www.uepaa.ch – Uepaa! ist die erste Outdoor Sicherheits-App, welche die Alarmierung der Rettung von überall erlaubt – auch im Funkloch.

Im Aufstieg zum Selibüel im Gurnigelgebiet. Natur pur: Landschaft im Berner Jura. Der Jura ist bei guten Schneeverhältnissen Schneeschuh-Wanderparadies. Traumhaft schön: Schneeschuhlaufen im Gurnigelgebiet.
Ausgeschilderte Schneeschuhroute zur Spitzmeilenhütte auf dem Flumserberg. Fantastsiche Ausblicke auf die Kette der Churfirsten. Mit Schneeschuhen unterwegs vom Tête-de-Ran zur Vue des Alpes. Der Chasseral zählt zu den beliebtesten Zielen bei Schneeschuhwanderungen im Jura.

Bei entsprechenden Schneeverhältnissen kann man in der Schweiz fast überall hervorragend Schneeschuhlaufen.