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Klettersteige - der besondere Kick in den Bergen!

Klettersteige erleben in den letzten Jahren einen richtigen Boom. Die touristischen Destinationen überbieten sich gegenseitig mit dem Anlegen von immer waghalsigeren, immer spektakuläreren Klettersteigen. Für Einsteiger ist es gerade deshalb wichtig, ein paar Grundregeln zu kennen.

Im Klettersteig Tälli im Berner Oberland.

Im Klettersteig Tälli im Berner Oberland.


Was ist überhaupt ein Klettersteig?

Ein Klettersteig ist eine künstlich angelegte Route im Fels oder in steilem Gelände. Die Route wird durch Stahlseile, Eisenstifte, Eisentreppen, Eisenklammern oder Seilbrücken vorgegeben. Alle diese Elemente dienen nebst der Fortbewegung auch der Selbstsicherung. Dank dieser Hilfsmittel ist es theoretisch auch für einen "Nichtkletterer" möglich, einen Klettersteig zu bewältigen. Doch aufgepasst! Immer wieder kommt es in Klettersteigen zu misslichen Situationen. Die Gründe dafür sind zwar vielfältig, liegen aber letzten Endes meistens in der Missachtung der Grundregeln sowie in der Selbstüberschätzung der Tourengänger.

Voraussetzungen

Grundvoraussetzungen zum Begehen eines Klettersteigs – und diese gelten für sämtliche Klettersteige – sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ausserdem sind Länge und Steilheit (konditionelle Herausforderung) sowie die Ausgesetztheit (technische Herausforderung) entscheidende Faktoren. Anfänger sollten sich also eher an kürzere Steige (1 bis 2 Stunden) sowie an nicht all zu ausgesetzte Steige wagen (s. auch Box Klettersteigskala).

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Im Gegensatz zu vielen Wander- oder Bergwanderrouten, gibt's bei Klettersteigen unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten. Einmal im Steig, ist man auf Selbstversorgung angewiesen. Essen und trinken ist gerade bei den längeren Touren (4 Stunden und mehr) enorm wichtig. Ansonsten besteht die optimale Ausrüstung mehr oder weniger aus den selben Komponenten wie für alpine Touren.

Wo gibt's Klettersteige?

Klettersteige gibt's in ganz Europa respektive auf der ganzen Welt. Einige davon folgen historischen Routen und stammen aus der Zeit des 1. Weltkriegs.

In der Schweiz sind in den letzten Jahren viele moderne Klettersteige gebaut worden. Schweiz Tourismus führt eine Übersicht mit Klettersteigen in der Schweiz unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Der Tälli Klettersteig zählt zu den längsten, spektakulärsten und ältesten Klettersteigen in der Schweiz. Gut abgesichert führt der Klettersteig mitten durch die Gadmerflue. Ein eindrückliches Erlebnis. Hier geht's zur Detailbeschreibung >>

Bayerns Klettersteige findet man nicht nur in unglaublich schönen Naturlandschaften, sie gelten auch als sehr sicher und sind aus gutem Grund oft begangen. Die Top-5 Klettersteige in Bayern >>

Schwierigkeits-Skala

A (wenig schwierig)

  • Schwierigkeit: einfach
  • Gelände: flach bis steil, meist felsig oder von Felsen durchsetzt, ausgesetzte Passagen möglich
  • Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern („Klampfen”) und vereinzelt kurze Leitern; Begehung größtenteils ohne Verwendung der Sicherungseinrichtungen möglich
  • Voraussetzungen: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen, Bürokondition (hängt allerdings von der Länge der Tour ab)
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen. Geübte Geher werden hier auch ohne Selbstsicherungen anzutreffen sein.

B (mäßig schwierig)

  • Schwierigkeit: einfach bis mäßig schwierig, teilweise etwas anstrengender bzw. kräfteraubend
  • Gelände: steileres Felsgelände, teilweise kleine Tritte, mit ausgesetzten Stellen ist auf jeden Fall zu rechnen
  • Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte, längere Leitern (u. U. auch senkrecht); Begehung ohne Sicherungseinrichtungen möglich, aber Schwierigkeiten bis zum 3. Schwierigkeitsgrad (UIAA)sind zu erwarten
  • Voraussetzungen: wie bei A, allerdings bessere Kondition und etwas Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen deutlich von Vorteil
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen; Begehung auch im Seilschaftsverband möglich

C (schwierig)

  • Schwierigkeit: größtenteils schwierig, anstrengend und kräfteraubend
  • Gelände: steiles bis sehr steiles Felsgelände, meist kleine Tritte, längere bzw. sehr häufig ausgesetzte Passagen
  • Sicherung: Drahtseile, Eisenklampfen, Trittstifte, oft längere und sogar überhängende Leitern, Klammern und Stifte können auch weiter auseinander liegen; in senkrechten Abschnitten manchmal auch nur ein Drahtseil; Begehung ohne Benutzung der fixen Sicherungseinrichtungen möglich, Schwierigkeiten liegen aber oft schon im 4. Schwierigkeitsgrad (UIAA)
  • Voraussetzungen: gute Kondition, da längere Anstiege in diesem Schwierigkeitsgrad bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen zählen
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung wie B ist dringend zu empfehlen, Ungeübte bzw. Kinder sind eventuell an ein Sicherungsseil zu nehmen

D (sehr schwierig)

  • Schwierigkeit: sehr schwierig, sehr anstrengend und sehr kräfteraubend
  • Gelände: senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände; meist sehr ausgesetzt
  • Sicherung: Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte (liegen vielfach weit auseinander); an ausgesetzten und steilen Stellen oftmals nur ein Drahtseil
  • Voraussetzungen: wie bei C, allerdings guter körperlicher Zustand, genug Kraft in Armen und Händen, da längere senkrechte bis überhängende Stellen auftreten können; auch kleinere Kletterstellen (bis zum 2. Schwierigkeitsgrad) ohne Sicherungseinrichtungen sind möglich
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, selbst erfahrene Klettersteiggeher sind im Seilschaftsverband anzutreffen; für Anfänger und Kinder nicht empfehlenswert

E (extrem schwierig)

  • Schwierigkeit: extrem schwierig, da sehr anstrengend und äußerst kräfteraubend
  • Gelände: senkrecht bis überhängend; durchwegs ausgesetzt; sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei
  • Sicherung: wie D, allerdings öfter mit Kletterei kombiniert
  • Voraussetzungen: viel Kraft in Händen (Fingern), Armen und Beinen, erhöhtes Maß an Kondition, Beweglichkeit, über längere Strecken kann die Hauptlast auf den Armen liegen
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, Seilschaftsverband gerade bei Touren mit Stellen ohne Sicherungseinrichtungen überlegenswert; für Anfänger und Kinder nicht zu empfehlen

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Klettersteig


Publiziert am 24.09.2014 von René Rychener